Ruhe und Entspannung | Obwohl die Umstände passen, finden wir nicht zur Ruhe. Unsere Gedanken können nicht entspannen.

Zur Ruhe kommen

„Ich möchte einfach mal nichts tun“ Wer hat das nicht schon einmal gedacht, weil sein ganzer Körper nach Ruhe schreit. Aber selbst in Momenten, in denen wir genau das haben könnten, finden wir dennoch nicht den Schlüssel um wirklich entspannt und ruhig zu sein. Wenn es beim Arztbesuch mal wieder zu längeren Wartezeiten kommt, empfinden wir die Situation eher anstrengend, als nun endlich mal Ruhe zu haben. Es treibt uns ständig etwas an und wir wissen oft garnicht was. Situationen, in denen wir eigentlich entspannen könnten, beurteilt unser Unterbewusstsein oft als sinnlos. Irgendetwas in uns lehnt Ruhe und Entspannung in diesen Momenten ab. Wenn wir dann, wie zum Beispiel im Wartezimmer des Arztes, in dieser, zum Nichtstun verbannten Umgebung festsitzen, unsere Gedanken aber andere Ziele und Ideale anstreben, ist es mal wieder soweit – Wir empfinden Stress.

Körper und Geist als Einheit

Wie im Artikel „Was tun gegen Stress“ bereits beschrieben, können wir Ruhe und Entspannung dort empfinden, wo Körper und Geist oder Innen und Aussen zusammen passen. Verändert sich, wie anhand der Wartezimmer-Situation beschrieben, nur unsere körperliche Situation von aktiv zu passiv, geht die Konsistenz verloren und der Stress ist unmittelbar präsent. Unser Geist hängt an Idealen oder Erwartungen fest, die uns nicht zur Ruhe kommen lassen. Anscheinend müssen wir erst wieder lernen mit uns selbst klar zu kommen, einen Sinn drin erkennen auf uns selbst zurückgeworfen zu sein. Entspannung und Ruhe hat mehr mit uns selbst zu tun als mit dem Umfeld, in dem wir uns bewegen.

Kleine Übung

Im Artikel „Was tun gegen Stress“ wird beschrieben, wie wichtig die Konsistenz für unser Wohlbefinden ist. Das lässt sich mit diesem kleinen Test sehr schön spüren.

1. Körperliche Haltung

Lassen Sie Ihren Kopf und oberen Bereich des Rumpfes schlaff nach vorne hängen, so als wären Sie völlig K.O. In Bayern würde man sagen: „lädschert“, was soviel heißt wie: ohne Struktur, schlaff, zusammengefallen, kollabiert, antriebslos und der gleichen.

2. Inneres Bild

Stellen Sie sich nun einen Dirigenten vor, der vor sein Orchester tritt, oder einen Dompteur in der Manege. Diese Personen sind abstrakte Bilder für Präsenz und Tatendrang, hellwach und die gesamte Situation überblickend. Sie wollen in diesem Moment etwas erschaffen, etwas präsentieren.

3. Wahrnehmen

Bleiben Sie einige Momente in dieser Konstellation aus körperlicher und geistiger Haltung und spüren Sie wie sich das anfühlt.

Sie werden schon nach kurzer Zeit spüren, dass das nicht zusammen passt. Es fühlt sich nicht stimmig an. Manchmal verspürt man einen inneren Drang sich aufzurichten. In diesem Moment können Sie spüren, wie Ihr Körper-Geist-System versucht eine konsistente Situation herzustellen.

Mit Körper und Geist entspannen.

Die inneren Künste Qigong, Yiquan und Taijiquan bieten effektive Methoden an, um für uns wieder die Qualität der Passivität zu erkennen. Gerade die Tatsache, dass diese Systeme auf dem Zusammenwirken von Körper und Geist aufbauen, ist der Schlüssel zu einer ganzheitliche Entspannung. Ein bedeutender Aspekt dabei ist ein sogenannter Wechsel. In diesem Sinne ein Austausch zwischen aktiv und passiv, wie er auch im Symbol der beiden Polaritäten von Yin und Yang, dem Taijitu, zum Ausdruckt kommt. Wir können neben den vielen anderen wohltuenden Prinzipien des Qigong, Yiquan und Taijiquan unser Augenmerk einmal speziell auf diesen Aspekt richten. Die Formen und Übungen beinhalten eine Vielzahl von Wechselmomenten. Diese zu entdecken und bewusst in das eigene Üben zu integrieren, ist ein erster Schritt unser Bewertungssystem für Ideale und Erwartungen zu verändern.

Autor: Thomas Huber
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